Dienstag, 31. Juli 2007
Ein TV-Ereignis...
Um weitere Unglücke zu verhindern, wurde deshalb ein Untersuchungsausschuss eingesetzt, der die Frage nach der Ursache zu klären hat. Brücken derselben Bauweise sind nämlich in ganz Nord-Amerika gebaut. RSS hat dabei den Architekten und Konstrukteur vertreten. Das ganze hat ein enormes Aufsehen hier erregt. Mindestens fünf Fernsehsender und einige Radiostationen haben berichtet und sich in den Verhandlungspausen u. a. auf den Anwalt gestürzt, den ich gemeinsam mit zwei weiteren Mitarbeitern begleitet habe. Soweit ich das beurteilen kann, hat er sich ganz gut geschlagen. Man sagt, ich sei auch im Fernsehen zu sehen gewesen...
Das ganze Spektakel hatte für mich den unschlagbaren Vorteil, dass es eine Simultanübersetzung ins Englische gab, so dass ich ganz gut folgen konnte. Jetzt hat die Untersuchungskommission bis Mitte Oktober Zeit einen Abschlussbericht zu erstellen. Grundlage sind ca. 62.000 Seiten Akten und Gutachten sowie etwa 60 Zeugenaussagen...
Montag, 30. Juli 2007
Erstmals up-to-date!
So erstmalig brauche ich jetzt kein künstliches Datum hinzuzufügen, sondern das vorgegebene stimmt mal...
Zum heutigen Tag gibt es auch nichts besonderes zu berichten; nur dass ich gerade knapp zwei Stunden in einem Café verbracht habe, um den Blog auf den neuesten Stand zu bringen...
Also: Herzlich Willkommen!
Old Montréal und Olympiastadion
Vormittags habe ich mich nach „Vieux Montréal“/„Old Montréal“ begeben und dort an einer Führung durch die Altstadt teilgenommen. Das war sehr angenehm, sicher auch, weil wir nur eine sehr kleine Gruppen waren. Dorthin wird es mich sicher noch ein paar Mal ziehen, da noch so einiges dort liegt, wo man sich auch näher mit beschäftigen kann.
Später bin ich dann zum „Parc Olympique de Montréal“ gefahren. Dort haben 1976 die Olympischen Spiele stattgefunden und der „Tour de Montréal“/„Montréal Tower“ bietet als Aussichtsplattform einen guten Überblick über die Stadt. Das besondere an dem Turm ist, dass man in einer Kabine außen hochfährt. Bei der Anlage des olympischen Parks kann allerdings auch der Laie erkennen, dass nach den olympischen Spielen wohl die Ereignisse dieser Größenordung rar waren… Das ganze Gelände wirkt (mit Ausnahme des Aussichtsturms) vollkommen überdimensioniert und teilweise tot und unheimlich…

Sightseeing und noch ein Feuerwerk
Samstag, 28. Juli 2007
Den Samstag habe ich erst einmal genutzt um etwas auszuschlafen und mittags bin ich in die Stadt gefahren und habe mir die „Basilique-Cathédrale Marie-Reine-du-Monde“, Kathedralkirche des Erzbischofs von Montréal, angeguckt. Das ganze ist ein Nachbau des Petersdoms in Rom, nur etwas kleiner. Es gibt viele Gemälde an Decke und Wänden und der Altarraum ist natürlich durch den Nachbau etwas Besonderes. Von der Atmosphäre her passt das aber irgenwie nicht...
Durch Zufall habe ich dann auch noch eine Messe miterlebt. Und da konnte man noch erleben, was es heißt, dass eine Messe „gelesen“ wird. Die ganze Messe dauerte nicht ganz 25 Minuten. Es gab keine musikalische Begleitung und gesungen wurde auch nicht. Auch wenn es eine Werktagsmesse war, finde ich das für eine Bischofskirche etwas mager… Das war jedenfalls in keinster Weise das, was ich mir unter einem gelungenen Gottesdienst vorstelle.
Abends stand dann der letzte Teil des Feuerwerkwettbewerbs an. Diesmal habe ich von einer anderen Stelle aus zugesehen, die deutlich näher dran war und entsprechend beeindruckend war das Spektakel auch.
Endlich ein echter Tourist!
Freitag, 27. Juli 2007
Freitagsmittags gehen die Studenten und stagiaires wohl traditionell immer gemeinsam essen, so auch diesen Freitag. Gegessen haben wir bei einem Italiener, dabei wurde mir von einer Spezialität aus Quebec berichtet, die ich unbedingt noch probieren müsste. Die Kombination hörte sich irgendwie komisch an und den Namen habe ich auch schon wieder vergessen. Aber ich werde mich da noch mal informieren…
Abends habe ich es dann endlich geschafft zur Touristen-Information zu gehen (nachdem ich mich zuvor nach den Öffnungszeiten erkundigt hatte, weil ich da schon mal vor verschlossener Tür stand). Herausgekommen bin ich dann mit einem Stapel Prospekte, den ich vielleicht innerhalb von 8 Wochen lesen könnte... Einige Sachen hören sich jedenfalls interessant an.
Noch ein französischer Vortrag...
Donnerstag, 26. Juli 2007
Der Donnerstagvormittag hatte als besonderes Highlight einen Stromausfall zu bieten. Und das veranlasste die Kanzleileute wohl mich darauf aufmerksam zu machen, dass es nicht immer so ist, dass ständig Feueralarm und Stromausfall den Alltag bestimmen…
Mittags war dann eine Konferenz mit Mittagessen mit allen Anwälten, Stagiaires und Studenten und als Referenten zwei Mitarbeiter von KPMG, die etwas zur due diligence bei Unternehmenstransanktionen berichteten. Natürlich auf Französisch. Aber dank des vielfältigen Bildungsangebots der Forschungsstelle für Versicherungswesen ;-) konnte ich zumindest mit dem Thema etwas anfangen. Wie man mir danach berichtete, sei es auch mehr um die Sicht der Wirtschaftsprüfer gegangen und ob das tatsächlich alle anwesenden Juristen so verstanden hätten sei auch nicht so ganz klar.
Abends habe ich mich dann mit einigen Leuten aus einer StudiVZ-Gruppe zu Montreal getroffen. War insgesamt recht nett. Konnte aber leider nicht so lange bleiben, da ich inzwischen ein ganz schönes Schlafdefizit angehäuft hatte und ja am nächsten Tag wieder früh los musste…
Französicher Vortrag und Feuerwerk
Mittwochmittags gab es ein gemeinsames Mittagessen der Studenten und Stagiaires und anschließend hat einer der Anwälte einen Vortrag über das See-Recht gehalten. Natürlich auf Französisch; aber immerhin waren die Powerpoint-Folien auf Englisch, so dass ich halbwegs folgen konnte. Ansonsten habe ich mich mit dem Selbststudium des Rechtssystems in Quebec beschäftigt.
Abends habe ich mir dann ein Feuerwerk angesehen. Jedes Jahr findet in Montréal ein Wettbewerb zwischen verschiedenen Nationen (bzw. den dort ansässigen Feuerwerkern) statt. Und da gerade Deutschland dran war, konnte ich mir dass natürlich nicht entgehen lassen! Das Feuerwerk war total beeindruckend und alles eine Nummer größer als man das in Deutschland erleben kann. Was dort in die Luft geschossen wurde, hat das Dattelner Kanalfest sicher seit seinem Bestehen nicht verfeuert…
Bei der Gelegenheit habe ich auch einen ersten Blick auf „Old Montreal“ geworfen. Dort sind der alte Hafen und etliche historische Gebäude. Und von dort aus hat man auch einen guten Blick auf die Skyline von Montréal.
Die Rückfahrt mit der Metró war dann etwas chaotisch. Aber letztendlich war es auch nicht voller, als es in London oder New York zur Rushhour wohl immer ist… Und wer den Weltjugendtag überstanden hat, den kann nichts mehr schocken…
Ein echter Gerichtstermin...
Dienstag, 24. Juli 2007
Mit Jean-Francois, einem der stagiaires, bin ich morgens in eine kleinere Stadt nördlich von Montreal gefahren. Dort war eine Anhörung, allerdings ging es nur um eine Fristverlängerung. Für so etwas muss man hier einen Termin abhalten… Das ganze Spektakel ist ohnehin aus deutscher Sicht etwas fragwürdig. Wir waren der 85. (!) Fall an diesem Tag und waren immerhin knapp eine Stunde nach Beginn an der Reihe. Bei etwa 90-95 % war niemand anwesend und damit ist der Fall dann für das Gericht abgeschlossen…
Gegen Mittag waren wir dann zurück in der Kanzlei und konnten dann von den Kollegen erfahren, dass es morgens (ohne Grund) einen Feueralarm gegeben hatte. Folge: Alle mussten aus der 46. bzw. 47. Etage durch das Treppenhaus nach unten! Dieses Vergnügen habe ich leider verpasst…
Nach Feierabend wollte ich dann noch zur Touristen-Info und nach einer Handy-Prepaid-Karte gucken, musste aber feststellen, dass die Öffnungszeiten nicht so lang waren wie ich dachte. Im Wesentlichen haben die Geschäfte gegen Ende der Woche länger auf als zu Beginn, wobei es doch wohl auch einige Einkaufspassagen gibt, wo man auch abends immer noch einkaufen kann.
In Montréal sind praktisch alle wichtigen Einkaufszentren unterirdisch miteinander verbunden. Die „Underground City“ soll auch im Winter bei -35 Grad noch zum Einkaufen anregen. Und im Sommer hat das natürlich den Vorteil, dass man von einem klimatisierten Gebäude zum anderen kommt… Der Aufbau ist allerdings ein System für sich und trotz meines relativ guten Orientierungssinns habe ich mich praktisch jeden Tag schon mal verlaufen. Nicht nur, dass es zu jeder Métro-Station zig Ausgänge gibt, sondern man kann auch zwischen einigen Gebäuden unterirdisch hin- und herlaufen, was dann zur Folge hat, dass plötzlich zwei unterschiedliche Métro-Stationen ausgeschildert sind. Die eine in die eine Richtung und die andere halt in die andere. Das ganze ist jedenfalls äußerst spannend und eine echte Herausforderung…
Der erste Tag!
Montag, 23. Juli 2007
Am Montagmorgen stand mein erster Tag des Praktikums an. Zunächst wurde ich vom „Managing Partner“ empfangen und der hat mich durch die Kanzlei geführt und einigen Leuten vorgestellt.
Die Kanzlei hat derzeit 65 Rechtsanwälte und insgesamt ca. 175 Beschäftigte. Die Räumlichkeiten der Kanzlei sind in der 46. und 47. Etage des „Tours de la Bourse“ bzw. „Stock Exchange Tower“, im Business-Viertel von Montréal. Die Anwälte haben jeweils ein Büro an der Aussenseite (also quasi einmal im Viereck herum) und die dazugehörigen „Assistants“ (also wohl dem was bei uns den Angestellten entspricht) sitzen in abgetrennten „Abteilen“ sozusagen im Flur. Von der Rezeption aus sind einige Besprechungsräume zu erreichen, wo sich dann auch die Anwälte mit Mandanten treffen. Der Bürotrakt ist nicht offen zugänglich, sondern den erreicht man nur mit einer Zugangskarte. Die Zugangskarte ist zugleich auch der Zugangschlüssel zur „Lawyers-Lounge“ einer Art Pausenraum für die Anwälte (und die Studenten ;-) ) mit kostenlosen Getränken, Tageszeitungen und Fernseher. Dort ist es insbesondere in der Mittagszeit recht hektisch, wenn dort die mitgebrachten oder in der Fressmeile unten im Gebäude gekauften Lunchpakete verzehrt werden.
Neben den Anwälten arbeiten dort noch sogenannte „stagiaires“ bzw. „articling students“, die wohl im weitesten Sinne mit Referendaren verglichen werden könnten. Sie haben die Prüfung (das „bar exam“) als Zulassung zum Anwalt bereits hinter sich gebracht und müssen jetzt noch sechs Monate als Stagiaire arbeiten und sind dann automatisch Anwalt. Mit einem dieser stagiaires, Adam, teile ich mir auch einen Raum. Bei den Gemeinsamkeiten mit den Referendaren hört es bei den Stagiaires aber bei den Arbeitszeiten schnell auf: Die üblich Arbeitszeit ist Mo-Fr von 8.00 Uhr bis 21.00 Uhr und ggf. am Wochenende. Nach dieser Zeit haben zumindest die bei RSS arbeitenden stagiaires wohl aber eine Anstellung als Anwalt relativ sicher. Und die Anwälte haben dagegen ganz harmlose Arbeitszeiten (auch im Vergleich zu einem deutschen „Durchschnittsanwalt“ würde ich sagen).
Dann gibt es noch „echte“ Studenten in der Kanzlei. Die sind noch im Studium an der „Law School“ und müssen dort – soweit ich das verstanden habe nach dem zweiten von drei Jahren – ein „Praktikum“ machen. Das Praktikum ist aber kaum mit unseren Pflichtpraktika zu vergleichen. Das ist vielmehr eine Vollzeittätigkeit während der Semesterferien, die vor allem Recherchetätigkeiten umfasst und Botengänge zu Gericht (hier macht man das irgendwie nicht per Post…). Die Studenten bleiben aber nicht mehr so lange, da demnächst hier wieder die Uni beginnt.

(Blick aus "meinem" Büro)
Was ich dort so machen kann, ist noch ziemlich fraglich. Ehrlich gesagt ist mir vollkommen unklar, wie die Kanzlei auf die Praktikumsliste des FFA-Programms für Common Law kommen konnte. Die Kanzlei beschäftigt sich zu ca. 90 % mit dem Recht der Provinz Quebec. Und dieses ist gerade kein Common Law, sondern sog. Civil Law (also dem deutschen sehr ähnlich). Es gibt ein dem BGB entsprechenden Civil Code, der inhaltlich wie systematisch in vielen Teilen mit dem BGB übereinstimmt (soweit ich das bis jetzt beurteilen kann).
Recherchetätigkeiten sind für mich damit praktisch unmöglich, da so ziemlich alles was das Provinzrecht betrifft auf Französisch ist, inklusive der Entscheidungen und der dazugehörigen Gerichtsverhandlungen. Und mein übrig gebliebenes Schulfranzösisch reicht noch so gerade um an der Supermarktkasse zu bezahlen aber bestimmt nicht um juristische Fachtexte zu verstehen. Mal sehen, wie sich das so entwickelt… Meine Arbeitszeiten von 8.00 bis 17.30 Uhr passen jedenfalls eigentlich nicht dazu, dass ich praktisch nichts zu tun habe...
Abends bin ich dann noch etwas durch die Stadt gelaufen und habe noch eingekauft.
Wohnungssuche und erste Orientierung(slosigkeit)
Nach dem Frühstück im Hotel habe ich mich auf den Weg zur Métro-Station gemacht um von dort zu einer der Unterkünfte zu fahren, die ich mir herausgesucht hatte. Dort angekommen musste ich dann erfahren, dass man noch ein Bett in einem 6-Bett-Zimmer frei hätte. Das habe ich dann doch dankend abgelehnt. Felix, der Mann an der Rezeption, hat mir dann aber ein Appartement angeboten. Später rückte er dann mit der Sprache heraus, dass es ihm gehört. Dort hat bis vor kurzem ein Student für 2 Jahre gewohnt, der aber jetzt ausgezogen ist. Gezeigt hat er mir das Appartement auch sofort. Es ist ziemlich groß, gefliest und im Soutterain, was bei den Temperaturen hier sehr angenehm ist. Allerdings war es ziemlich schmutzig. Und ein Schnäppchen war es auch nicht gerade…
Deshalb bin ich dann auf die Suche gegangen und bin zur zweiten Adresse gegangen, die ich mir herausgesucht hatte. Nach einigem Suchen bin ich dann auch dort nett empfangen worden, aber nur mit der Auskunft, dass im Sommer die Zimmer nur tageweise vermietet werden (Was im Internet irgendwie wohl vergessen wurde zu vermerken…) und das billigste gerade freie Zimmer etwa 70 CAD und damit nur wenig unterhalb eines einfachen Hotels liegt. Immerhin habe ich dann noch die Empfehlung bekommen in einer Strasse zu gucken, in der mehrere andere Häuser hätten sein sollen. Dort habe ich dann praktisch den gesamten Nachmittag verbracht und dabei schon eine ganze Ecke von Montréal gesehen. Fündig geworden bin ich dort aber auch nicht…

Also habe ich mich dann entschieden bei Felix anzurufen und ihm zuzusagen. Am Telefon haben wir dann für abends den Einzug vereinbart, damit noch einmal geputzt werden konnte.
Den verbleibenden Nachmittag konnte ich dann nutzen um ein wenig die Stadt zu erkunden, insbesondere die Gegend um meine Arbeitsstelle. Die war als Business-Viertel am Sonntag angenehm leer.
Am Abend bin ich dann wieder zurück zu meinem Hotel gegangen, wo ich mein Gepäck gelassen hatte und bin mit dem Taxi zu meiner Unterkunft gefahren.
Dort habe ich mich dann provisorisch eingerichtet und bin erst einmal zum nächsten Supermarkt gefahren um Putzsachen zu holen. So wirklich überzeugt von der Unterkunft war ich noch nicht… Zumal sich Felix später noch lautstark mit seiner Frau über die Vermietung gestritten hat; allerdings auf Französisch, so dass ich nur eine vage Vorstellung davon habe, worum es genau ging…
Anreise
Nach einem normalen Flug von Düsseldorf nach London bin ich im verregneten London-Heathrow gelandet und musste feststellen, dass mein Anschlussflug 30 Minuten Verspätung hatte. Als aus diesen 30 Minuten, dann auf der Anzeigentafel irgendwann 80 Minuten wurden und ich somit rund 4-5 Stunden im Flughafen verbracht habe habe ich schon einmal über einen der Internet-Terminals ein Hotelzimmer für die erste Nacht gebucht, da ich durch die Verspätung erst gegen 22.00 Uhr Ortszeit am Flughafen und entsprechend später in der Stadt sein konnte.

Der Flug war ganz angenehm und auch deutlich komfortabler als mein letzter Flug nach Florida. Allerdings habe ich immer noch nicht so ganz herausgefunden, wo ich denn einen Sitzplatz am Notausgang („with more legroom”) hätte bekommen sollen. Wie es aussieht hat man mir sowohl im Reisebüro bei der Buchung als auch am Flughafen in Düsseldorf falsche Informationen gegeben. Mal sehen, ob ich bis zum Rückflug herausfinden kann, wie man an einen solchen Sitz herankommt…
Die Ankunft in Montréal verlief recht unproblematisch und aufgrund der späten Ankunftszeit war der Flughafen angenehm leer. Mit dem Taxi bin ich dann zu dem von London aus gebuchten Hotel gefahren. Dort angekommen musste ich erst einmal feststellen, dass zwar die Anschrift stimmte, der Name des Hotels aber nur auf einem kleinen Zettel an der Tür stand. Die anderen Schilder haben alle einen anderen Namen gehabt.
An der Rezeption mit Baustellenatmosphäre hat man mir dann eröffnet, dass eine Reservierung nicht vorliegt. Wobei sich deren gesamte Zimmerverwaltung auch auf einen handgeschriebenen Schmierzettel beschränkte. Eine Buchungsbestätigung hatte ich natürlich nicht, da ich am Flughafen in London nicht drucken konnte… Der Portier war dann aber recht schnell dabei mir ein Zimmer in einem anderen Hotel zu organisieren, das dann aber teuerer gewesen wäre und ich außerdem nicht so genau wusste, wo das denn liegen soll. Beim Herausgehen stellte sich dann heraus, dass ein Paar, das nach mir einchecken wollte, offenbar dasselbe Problem hatte, dass ihre Buchung verschwunden war. Mehr konnte ich aber leider nicht mitbekommen, weil der Portier plötzlich sehr schnell wurde mir beim Verlassen des Foyers behilflich zu sein…
Das vermittelte Zimmer habe ich dann nicht genommen, weil ich keine Lust hatte noch einmal mit dem Taxi durch die Gegen zu fahren ohne zu wissen, wie ich denn am nächsten Tag von dort wieder in die Stadt kommen sollte…
Eingechecked habe ich schließlich in einem größeren Hotel, wo ich dann hingelaufen bin und was sogar sehr gut gelegen war (was ich aber erst am nächsten Tag sehr viel später wirklich realisiert habe…)






