Nach dem Frühstück im Hotel habe ich mich auf den Weg zur Métro-Station gemacht um von dort zu einer der Unterkünfte zu fahren, die ich mir herausgesucht hatte. Dort angekommen musste ich dann erfahren, dass man noch ein Bett in einem 6-Bett-Zimmer frei hätte. Das habe ich dann doch dankend abgelehnt. Felix, der Mann an der Rezeption, hat mir dann aber ein Appartement angeboten. Später rückte er dann mit der Sprache heraus, dass es ihm gehört. Dort hat bis vor kurzem ein Student für 2 Jahre gewohnt, der aber jetzt ausgezogen ist. Gezeigt hat er mir das Appartement auch sofort. Es ist ziemlich groß, gefliest und im Soutterain, was bei den Temperaturen hier sehr angenehm ist. Allerdings war es ziemlich schmutzig. Und ein Schnäppchen war es auch nicht gerade…
Deshalb bin ich dann auf die Suche gegangen und bin zur zweiten Adresse gegangen, die ich mir herausgesucht hatte. Nach einigem Suchen bin ich dann auch dort nett empfangen worden, aber nur mit der Auskunft, dass im Sommer die Zimmer nur tageweise vermietet werden (Was im Internet irgendwie wohl vergessen wurde zu vermerken…) und das billigste gerade freie Zimmer etwa 70 CAD und damit nur wenig unterhalb eines einfachen Hotels liegt. Immerhin habe ich dann noch die Empfehlung bekommen in einer Strasse zu gucken, in der mehrere andere Häuser hätten sein sollen. Dort habe ich dann praktisch den gesamten Nachmittag verbracht und dabei schon eine ganze Ecke von Montréal gesehen. Fündig geworden bin ich dort aber auch nicht…

Also habe ich mich dann entschieden bei Felix anzurufen und ihm zuzusagen. Am Telefon haben wir dann für abends den Einzug vereinbart, damit noch einmal geputzt werden konnte.
Den verbleibenden Nachmittag konnte ich dann nutzen um ein wenig die Stadt zu erkunden, insbesondere die Gegend um meine Arbeitsstelle. Die war als Business-Viertel am Sonntag angenehm leer.
Am Abend bin ich dann wieder zurück zu meinem Hotel gegangen, wo ich mein Gepäck gelassen hatte und bin mit dem Taxi zu meiner Unterkunft gefahren.
Dort habe ich mich dann provisorisch eingerichtet und bin erst einmal zum nächsten Supermarkt gefahren um Putzsachen zu holen. So wirklich überzeugt von der Unterkunft war ich noch nicht… Zumal sich Felix später noch lautstark mit seiner Frau über die Vermietung gestritten hat; allerdings auf Französisch, so dass ich nur eine vage Vorstellung davon habe, worum es genau ging…
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