Freitag, 17. August 2007

Eine Aufgabe zum Common Law

Dass ich diese Woche nichts geschrieben habe, hat (entgegen der geäußerten Vermutung) nichts damit zu tun, dass ich so beschäftigt war, sondern eher damit, dass ich absolut nichts zu tun hatte und entsprechend auch nichts zu berichten hatte...
Ich war mal wieder zu einem kleineren Termin mit Adam beim Gericht und habe mich ein wenig in eine Akte eingelesen. Dazu wird die Gerichtsverhandlung an 5 oder 6 Tagen im September stattfinden, kurz bevor ich zurückfliege. Das passt sehr gut. So bekomme ich mal einen Verhandlung von Anfang bis zum Ende mit Beweisaufnahme und Urteil mit. Es sei denn, es kommt noch vorher zu einem Vergleich, was ich persönlich ja nicht hoffe...
Heute habe ich dann auch die zugesagte Aufgabe aus dem Common-Law-Bereich bekommen. Es geht um mehrere 40 Fuß-Container mit Kinderkleidung, die sich während des Transports verfärbt hat. Ich soll Rechtsprechung heraussuchen, die zum einen bestätigt, dass das ganze durch die Seeversicherung nicht gedeckt ist, weil es wohl kein Schifffahrt-spezifisches Risiko ist und zum anderen, dass ein Ausschluss greift, nach der keine Schäden versichert sind, die in der Ware bereits angelegt sind (vermutlich hohe Luftfeuchtigkeit bei der Produktion in Bangladesch und irgendwelche chemischen Reaktionen). Mal sehen, ob ich dazu etwas finden kann...

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hi Sebastian,

ich kann Dir leider nur aus eigener Erfahrung ohne Paragraphen antworten, aber bei sachgemäßer Stauung (und davon gehe ich an Bord aus)ist der Inhalt der Container lediglich der Atmosphäre ausgesetzt. Diese ist zwar etwas salzhaltiger aber in den seltenten Fällen aggressiver. Interessant wäre zu wissen, was für Container rings um standen, oder ob es da einen Störfall gab, aber das ist eher unwahrscheinlich.
Mit in fernost produzierten Textilien und dort gepackten Containern gibt es allerdings immer wieder Probleme. Oft sind sie zu schwer, oder enthalten falsch deklarierte oder kaum gesicherte Ware. Theoretisch möglich wäre sogar, dass in einem Container unterschiedliche Waren interagiert haben.
Grundsätzlich würde ich aber auch von einem Fertigungsproblem ausgehen. Es ist mir ein Fall bekannt, wo z.B. in China gebleichte Bettwäsche nach der Wäsche beim Empfänger starke Chlordämpfe entwickelt hat. Kein Problem des Transportes, sondern der herstellung....